Wie funktioniert die bezahlte Suche bei Amazon?

Neben der organischen Suche spielt die bezahlte Suche auf Amazon eine entscheidende Rolle. In der Tat können Verkäufer bis zu 30-40 % ihres Gesamtumsatzes durch Anzeigen auf Amazon erzielen. Außerdem können Anzeigen auf Amazon im Gegensatz zu anderen Kanälen zu 1-Klick-Konversionen führen. 

Bezahlte Werbung auf der Plattform des Giganten gibt es in drei Formen: Sponsored Product, Sponsored Brand and Display

 

Sponsored Product

Gesponsertes Produkt bedeutet, dass Nutzer auf der Grundlage ihrer Suche auf Amazon nach Keywords angesprochen werden: Wenn eine Person nach einem Produkt oder einer Kategorie sucht, wird eine Anzeige, die das Produkt repräsentiert – entsprechend dem/den gesuchten Keyword(s) – in den ersten Ergebnissen der ersten Suchseite mit einem diskreten gesponserten Produkt neben dem Produktbild angezeigt. Und wenn der Nutzer darauf klickt, wird er zur Produktseite weitergeleitet.

 

Sponsored Brand

Genau wie das Gesponserte Produkt nutzt auch die Sponsored Brand das Keyword-Targeting, mit dem Unterschied, dass die Sponsored Brand durch ihr Format darauf abzielt, die Markenbekanntheit zu steigern. In Form eines Banners werden bei dieser Art von Werbung 3 Produkte der gleichen Kategorie hervorgehoben. Dieses Format erlaubt auch die Verwendung des Videoformats, das es ermöglicht, markenspezifische Geschichten oder sogar erklärende Tutorials zu präsentieren. Beim gesponserten Produkt wird der Nutzer, wenn er auf die Anzeige klickt, zum Shop der Marke weitergeleitet. 

 

Display

Die letzte Werbeform, die auf Amazon möglich ist, ist Display. Diese Werbung ermöglicht die Verbreitung von Werbebannern auf und außerhalb von Amazon und hat die Form eines Banners, das ein Produkt bewirbt. 

Auf Amazon ist nicht nur eine Ausrichtung nach Keywords und Produkten möglich, sondern auch nach dem Interesse eines Internetnutzers an einem Produkt. Außerhalb der Plattform werden die Nutzer auf der Grundlage von First-Party-Daten von Partnerseiten angesprochen. 

Display-Anzeigen ermöglichen im Allgemeinen eine viel größere Reichweite als eine gesponserte Marke oder ein gesponsertes Produkt. 

 

Offensive und defensive Strategien

Es gibt zwei Arten von Keyword-Targeting-Strategien: defensiv und offensiv. 

Offensiv bedeutet, dass Sie in Ihren Kampagnen für gesponserte Produkte auf die Keywords von Markenwettbewerbern abzielen. Ziel ist es, die Schlüsselwörter der Wettbewerber so auszurichten, dass ein Kunde, der nach dem Wettbewerber sucht, eine Ihrer Anzeigen auf der Suchergebnisseite sieht. Der Vorteil der Ausrichtung auf die Keywords Ihrer Konkurrenten besteht darin, dass Ihre Produkte den Kunden angezeigt werden, die nach ihnen suchen, und so die Möglichkeit besteht, die Aufmerksamkeit dieser Kunden auf Ihre Produkte zu lenken. Dies ist eine großartige Möglichkeit, Ihre Marke auf Amazon aufzubauen und Ihren Umsatz zu steigern, aber es kann schwierig sein, einen positiven Return on Investment zu erzielen. Der Kunde sucht bereits nach Ihrem Konkurrenten, was bedeutet, dass er sich vielleicht schon am Ende des Trichters befindet und eine Kaufentscheidung getroffen hat. 

Wenn Sie die Schlüsselwörter Ihres Konkurrenten ins Visier nehmen, ist das Endziel die Steigerung des Umsatzes. Das eigentliche Ziel besteht also darin, Ihre Produkte für die Keywords Ihres Konkurrenten organisch ranken zu lassen. Fangen Sie also an, diese Keywords auf natürliche Weise (siehe unser Whitepaper) in Ihre Produktlisten einzubauen, um so organische Verkäufe zu generieren, ohne dass Sie Werbung schalten müssen.

Die zweite Strategie besteht darin, sich davor zu schützen, dass Ihre Konkurrenten das Gleiche mit Ihnen tun. Das nennt man Verteidigung spielen.

Eine defensive Strategie auf Amazon besteht darin, Ihre eigenen Marken-Keywords in Ihren Werbekampagnen zu verwenden. Diese Strategie wird von vielen Verkäufern oft übersehen, weil sie denken, dass sie nicht bei Leuten werben müssen, die bereits nach ihrem Produkt suchen. Führen Sie jedoch eine Suche nach Ihren Marken-Keywords auf Amazon durch und prüfen Sie, ob Konkurrenten besser platziert sind als Ihre eigenen Produkte. Wenn ja, dann stehlen diese Konkurrenten Ihnen die Kunden.